Aus einer Vielzahl interessanter Ausstellungen in unserer Region haben wir für Sie zwei ausgewählt, die wir Ihnen näher vorstellen wollen.

 

KiR wünscht Ihnen viel Vergnügen und neue Erkenntnisse beim Besuch dieser Veranstaltungen.

 

KiR-Ausstellungstipp 2010: Die Farbe der Poesie

von Helmut Gerstner

 

Wer in und um Karlsruhe zu Hause ist, braucht eigentlich keine Ratschläge, welche Ausstellungen er in diesem Sommer 2010 besuchen kann. Das Landesmuseum im Karlsruher Schloss mit seiner Schau „Vom Minnesang zur Popakademie“ ist ebenso in aller Munde wie es die Ausstellung des Museums am Markt „Das fremde Abendland? Orient begegnet Okzident von 1899 bis heute“ sein wird.

 

Auf die Angebote des ZKM hinzuweisen ist eher eine Pflichtübung, denn wer sich für Kunst, insbesondere für zeitgenössische Kunst interessiert, für den ist das ZKM eine feste Adresse, ebenso wie für Malerei-Begeisterte die alljährliche Sommerausstellung im Museum Frieder Burda in Baden-Baden ein unbedingtes Muss darstellt.

 

In diesem Jahr vereint die Sommerausstellung „Die Farbe der Poesie“ etwa einhundert herausragende Werke von Joan Miró (1893-1983), die sechs Jahrzehnte des Schaffens des katalanischen Künstlers widerspiegeln.

 

Aus allen Teilen der Welt hat das Burda-Museum die Miro-Schätze zusammengetragen, die in dieser Kombination sicher einmalig sind.

„Zur Verfügung gestellt werden sie sowohl von bedeutenden öffentlichen Sammlungen, wie dem Centre Pompidou in Paris, der Fundació Joan Miró in Barcelona und Palma de Mallorca, der Fondation Beyeler in Riehen, den Kunstmuseen von Basel und Bern, der Phillips Collection in Washington, dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid als auch von zahlreichen Privatsammlungen in Europa und den USA.“

 

Fazit:

 

Ein Tagesausflug nach Baden-Baden lohnt sich. Er könnte durchaus mit dem KiR-Kultur-Tipp von Bürgermeister a.D. Kurt Roth kombiniert werden.

KiR-Ausstellungs-Tipp 2010: Die Rückkehr der Götter

von Helmut Gerstner

  

Griechenland – trotz aller Negativschlagzeilen der letzten Monate hat dieses Wort noch immer einen ganz besonderen Klang.

Griechenland – das ist das faszinierende Erbe der Antike, die Geburtsstätte der europäischen Kultur.

 

Genau zu diesem Themenbereich zeigt das Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum in diesem Sommer eine überaus sehenswerte Ausstellung, bei der die Götter vom verborgenen Olymp Berlins, den reichen Depots der Antikensammlung, herabsteigen und bilderreich ihre faszinierende Geschichte erzählen.

 

„Die Rückkehr der Götter“ lässt die Besucherinnen und Besucher eintauchen in die Welt der griechischen Götterfamilie von Uranos und Gaia über Rhea und Kronos zu Zeus und Hera sowie ihren Geschwistern und Nachkommen.

 

Die großartige Schau, die jetzt in Mannheim zu sehen ist, wurde von November 2008 bis April 2011 im Pergamonmuseum in Berlin präsentiert, wo 600.000 Menschen sie bestaunten.

 

„Die in der Ausstellung gezeigten etwa 170 antiken Kunstwerke stammen aus der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin und haben eine wechselvolle Geschichte. Der Großteil der Objekte war während des Zweiten Weltkrieges nach Moskau und Sankt Petersburg gelangt und wurde nach 13jährigem Exil im Jahre 1958 an die DDR zurückgegeben. Hier lagerten die wertvollen Objekte der Öffentlichkeit unzugänglich bis zum Jahr 2006 im Depot der Antikensammlung.

 

Das 50. Jubiläum ihrer Rückgabe würdigte die Antikensammlung mit der Konzeption einer Ausstellung dieser Kunstwerke, die seit 1939 erstmals wieder öffentlich präsentiert werden sollten. Dafür wurden die bedeutenden Götterbilder zunächst mit Unterstützung der Stiftung Fundação Armando Alvares Penteado aufwändig restauriert und 2006-2007 zuerst mit großem Erfolg in São Paulo und Niterói in Brasilien gezeigt.“

 

Nun ist diese einmalige Zusammenstellung in Mannheim zu sehen. Es lohnt sich, in diese Welt der Götter einzutauchen.

 

Öffnungszeit Di – So: 11 – 18 Uhr

 

Reiss-Engelhorn-Museum

Museum Weltkulturen D5 - Mannheim